BIX TOP ACT: Lynne Arriale "Convergence"
Fr 18. November 2011 | 21:00
BIX TOP ACT: Lynne Arriale "Convergence"
LYNNE ARRIALE CONVERGENCE (IN + OUT Records/in-akustik) Eine geniale Arrangeurin, Komponistin und Solistin - sie hat eine der originellsten Ensemble-Aufnahmen des Jahres 2009 eingespielt“, so lobte DownBeat ihre vergangene IN + OUT Records Veröffentlichung Nuance (IOR CD 77089- 2). Lynne Arriale steht noch ganz unter dem Eindruck des Schwungs, den diese Scheibe verursacht hat. Nun trifft sie mit Convergence erneut ins Schwarze, einem eloquenten Werk voller Kraft und Stärke, das sich in bislang unerforschtes musikalisches Fahrwasser vorwagt. Dabei wird sie von einer neuen Band begleitet, die einige der gefragtesten New Yorker Musiker umfasst: Bill McHenry am Tenorsaxophon, Omer Avital an Bass und Oud sowie ihr unerschütterlicher neuer Drummer Anthony Pinciotti, der schon auf Nuance mit von der Partie war. Auf Convergence zeigt Arriale beim Führen dieser neuen Band ihr ganzes Können, Wendigkeit und Finesse – und dies in einem Repertoire von sechs zeitlosen Originalkompositionen sowie fünf Popstücken, die für Überraschungen sorgen. George Harrisons Klassiker „Here Comes the Sun“, Stings bluesiges „Sister Moon“, „Paint It Black“ von den Stones, Blondies „Call Me“ und „Something I Can Never Have“ von den Nine Inch Nails werden sämtlich in brillanter Art und Weise in ein neues Gewand gekleidet. In ihren Eigenkompositionen demonstriert Arriale ein umfassendes kompositorisches Geschick und zugleich eine breite Palette von kulturellen und folkloristischen Einflüssen, die von der unverkennbaren Jazzlaune in “Elements” zur mystischen Atmosphäre und den nahöstlichen Anklängen in „Dance Of The Rain“ reichen. In letzterem unterstützt sie der hochgelobte israelische Bassist Omer Avital an der arabischen Laute. Keltische Einsprengsel sind auch ohne Weiteres herauszulauschen, wie etwa im vorwärtstreibenden „Here and Now“ und den rhythmischen, harmonischen und kulturellen Schnittpunkten des Titelstücks, das vom lyrischen Tenorsax ihres Mitstreiters Bill McHenry frische Energiezufuhr erhält. Zwei atemberaubende Balladen, “For Peace” und “The Simple Things”, werfen ein Schlaglicht auf Arriales ganz besondere Stärke: Randy Brecker hat diese als “Ziehen an den Saiten des Herzens“ bezeichnet - und genau diese Stärke führt dazu, dass Arriale ein internationales Publikum begeistern kann. Denn der Kern ihres starken Appeals besteht aus einer verblüffenden Fähigkeit sowohl mit ihrer Band als auch ihren Zuhörern zu kommunizieren. Arriale selbst kommentiert das so: „Die Melodie schafft eine ganz besondere Energie und ein Gefühl beim Hörer. Ich möchte, dass mein Solo aus der Melodie heraus erwächst. Ich nehme eine Idee, entwickle sie, stülpe sie von innen nach außen und komme schließlich zum ursprünglichen Motiv zurück. Das erzeugt im Publikum eine Resonanz. Die Menschen erinnern sich an Melodien, nicht an harmonische Abläufe. Die alten Melodien der Folkmusik funktionieren ja ganz ohne Harmonie!“ Und sie ergänzt einen Satz, der selbstverständlich klingt, es aber bei weitem nicht ist: „Jazz sollte nicht nur für Jazzliebhaber gemacht werden. In der Musik geht es darum, Leute zu verbinden und sie teilhaben zu lassen.“ Besetzung: Lynne Arriale (p, lead) Tony Lakatos (sax) Martin Gjakonovski (b) Anthony Pinciotti (dr)

Tickets im VVK:
Sitzplatz 22,00 € (Ermäßigt 18,00 €)
Stehplatz 18,00 € (Ermäßigt 14,00 €)

Tickets an der Abendkasse: Jeweils zzgl. 2 Euro