IGJazz presents: EAST DRIVE
Mi 18. April 2012 | 20:30
IGJazz presents: EAST DRIVE
Osteuropäische Wurzeln, internationale Musikausbildung, als Solisten und Sidemen im In- und Ausland gefragt - die drei Musiker des Powertrios East Drive sind in ihrer Wahlheimat "Weltmusik" zu Hause und jonglieren virtuos mit verschiedenen Bällen: Moderner Jazz, Polka, nordindische klassische Musik, wehmütige russische Melodien, lateinamerikanische Intermezzi, aber auch Funk, verzerrte E-Gitarre und vor allem: Groove. East Drive - das sind drei neugierige Weltenbummler, die selbstbewusst und genussvoll musikalische Grenzen überschreiten. Mit dem Klarinettisten und Saxophonisten Simion finden die drei einen kongenialen Partner! Die Debut-CD "FOLKSONGS" wurde im Juni 2011 veröffentlicht! +++++++++++++++++++ Kurzbiografien: Vitaliy Zolotov ist Gewinner des Publikumspreises beim 42. Montreux Jazz Festival. Der in der Ukraine geborene Gitarrist, dem dieser Preis unter seltenem, rhythmischen Applaus und Standing Ovations verliehen wurde ist eine Ausnahmeerscheinung auf jeder Bühne. Von deutschen Journalisten wird er wegen seiner dynamischen und sympathischen Art bereits mit Till Brönner verglichen. Berühmte Musikerpersönlichkeiten wie Dee Dee Bridgewater, Sara Gazarek und Roland Peil (Die Fantastischen Vier) luden ihn bereits in ihre Bands ein. Als Komponist schreibt Zolotov hitverdächtige Musik, die laut Presse "packend ist, groovt, swingt und geliebt wird". ++++++++++++++++++++++ Philipp Bardenberg ist ein europaweit gefragter Musiker und Produzent. Er tourte und produzierte Alben u.a. mit Clueso, Vanilla Ninja, Tom Gäbel und John Sutherland. Sowohl im Rock / Pop als auch Jazzbereich bewandert, werden seine Kompositionen und Spielkünste regelmäßig für Fernsehsendungen und Filme gebraucht (u.a. DSDS, Top of the Pops, Beste Freunde, Schillerstraße). Energetisch starkes und zugleich einfühlsames Spiel am E-Bass zeichnen diesen Weltklassemusiker aus. +++++++++++++++++++ Bodek Janke wird von der internationalen Presse seit Jahren als "feinsinnig", "durchweg unverwechselbar" und als "Meister der vielen Dialekte" gefeiert. Durch seinen sechsjährigen Aufenthalt und ein Master-Studium in New York City, liest sich seine Liste der Spielorte mittlerweile wie ein "Best-Of" internationaler Venues: Carnegie Hall, Iridium, 55 Bar, The Knitting Factory (NYC), The Kennedy Center (DC), Schloss Elmau, Moers Jazz Festival, Neue Staatsoper Moskau, Philharmonien in Köln und Warschau, Theaterhaus Stuttgart, Bimhuis Amsterdam, Porgy & Bess Wien. Nachdem er 2008 mit dem Jazzpreis Baden-Württemberg ausgezeichnet wurde, gewann er 2010 die "4th International Bucharest Jazz Competition" sowie den Solistenpreis des Neuen Deutschen Jazzpreises. "Janke gehört wirklich zu den Guten", so die Jazzpages. Renommierte Ensembles wie die Bigbands des WDR, HR und NDR laden ihn mittlerweile regelmäßig als Gast zu Konzerten und Produktionen ein. +++++++++++++ Nicolas Simion wurde 1959 in Dumbravita, einem kleinen Dorf in den Karpaten Siebenbürgens, geboren. Sehr früh schon zeigte sich sein Talent. In Kronstadt (Brasov) besuchte er das Musikgymnasium und absolvierte anschließend ein klassisches Studium an der Musikakademie in Bukarest. Nach und nach entwickelte er eine Liebe zur improvisierten Musik und gründete in den frühen 80er Jahren seine erste Band Opus 4, die schnell zur erfolgreichsten Jazzformation des Landes aufstieg. Nach zahlreichen Auftritten im Land und Einladungen auf Jazzfestivals in Ost-Berlin und Warschau entschloss er sich 1989 zur Emigration in den Westen. In Wien traf er auf heimische und internationale Größen und hatte erstmals Gelegenheit, mit ihnen gemeinsam zu spielen. Darunter Art Farmer, Leo Wright, Idris Muhammad, Jim Pepper, Harry Sokal, Christian Muthspiel u.v.a. Mit letzterem nahm er seine erste Platte im Westen auf. Die erste CD unter eigenem Namen erschien 1992 unter dem Titel "Black Sea". Seither ließ er regelmäßig mit interessanten Veröffentlichungen aufhorchen. Mit dabei waren u. a. großteils amerikanische Musiker, wie Graham Haynes, Lonnie Plaxico, Ed Schuller, Peter Perfido und der Pianist Mal Waldron, mit dem er über lange Zeit zusammenarbeitet. Die überaus interessante musikalische Zusammenarbeit gipfelt 1998 in der Duo-CD "The Big Rochade" und zahlreichen Auftritten. Weitere wichtige Wegbegleiter waren der polnische Trompeter Tomasz Stanko und der berühmte amerikanische Third stream-Komponist Gunther Schuller, Nicolas als Solisten für sein Projekt "The Music of Jim Pepper" auserwählte. Aber auch als Komponist zeitgenössischer Musik machte Nicolas Simion von sich reden. Für ein Auftragswerk des österreichischen Kulturministeriums wurde er 1995 mit dem Körnerpreis ausgezeichnet. Daneben entstanden Auftragswerke für Bläserensembles, Streich- und Saxophonorchester. 1998 entstanden die "Canzonieri Sacrale", mit Motiven aus sakralen Gesängen aus aller Welt für großes Orchester und Jazzcombo, die in der Ruprechtskirche, der ältesten Kirche Wiens, uraufgeführt wurden und zwei Jahre später in einer völlig überarbeiteten und erweiterten Version vom Österreichischen Rundfunk live im ORF Radiokulturhaus präsentiert wurden. Im Jahre 2001 erfolgte auch eine vielbejubelte Aufführung in seiner Heimat in Kronstadt (Brasov). In den späten 90er Jahren erhielt er immer mehr Engagements in Deutschland, wo er sich schließlich 1997 niederließ. Immer mehr beschäftigt sich Nicolas mit seinen kulturellen Wurzeln, der Volksmusik Rumäniens und des gesamten Balkans. Er verbindet Motive aus traditionellen Weisen seiner Heimat mit modernen Formen improvisierter Musik, aber auch des öfteren mit der Klassik. Im Herbst 2001 brachte das deutsche Label Intuition Music in Zusammenarbeit mit dem Radiosender Deutsche Welle eine Live-Aufnahme aus dem Kölner Stadtgarten auf den Markt. Auf der CD "Balkan Jazz" ist mit dem legendären jugoslawischen Trompeter Dusko Goykovich ein kongenialer Partner für die Musik des Balkans zu hören. Ein weiteres Highlight prägt diese Zeit: die Wiederentdeckung des rumänischen Ausnahmepianisten Jancy Körössy. Körössy, der in den fünfziger und sechziger Jahren durch seine besondere Originalität einer der geschätztesten Pianisten Europas war und 1970 in die USA emigrierte, kehrt nach mehr als dreißig Jahren zurück, um mit Nicolas Simion ein Comeback in seiner Heimat zu feiern. Tourneen durch ganz Europa folgen. In den letzten Jahren hat Nicolas seinen "back-to-the-roots" Weg immer weiterverfolgt. 2009 finanzierte das Rumänische Kulturinstitut im Rahmen des Cantemir-Programms seine CD "Transylvanian Jazz", einer CD mit einem besonderen Line-Up: Neben Saxophon und Klarinette sind dies Akkordeon, Geige, Gitarre, Kontrabass, Schlagzeug und Zymbalon. Hier sind die Kompositionen von Nicolas noch "folkloristischer", ohne aber den Jazz zu ignorieren. Jazz und rumänische Volksmusik verschmelzen zu einer Einheit, als ob sie immer zusammengehört hätten. Aber er beschäftigt sich immer wieder mit solch wunderbaren Komponisten der E-Musik wie Béla Bartók, George Enescu, Claude Debussy, Richard Oschanitzky, arrangiert ihre Kompositionen oder widmet manche seiner Komposition diversen großen klassischen Komponisten. Sein neuestes Projekt ist "Classic meets Jazz - Nicolas Simion Group and Chamber String Orchestra Brasov" welches am 02. Dezember 2010 in Brasov uraufgeführt und aufgenommen wurde. Konzept dieses ungewöhnlichen Projekts: 3 rumänische Komponisten der zeitgenössischen bzw. neuen E-Musik und 4 Jazzmusiker (aus Rumänien, Deutschland, Griechenland und USA) schreiben spezielle Kompositionen. Spannend ist, dass die Komponisten aus verschiedenen Ländern und Kulturen kommen und sehr unterschiedliche Temperamente haben. Dies macht die CD und die Konzerte zu einem ungewöhnlichen Erlebnis. ++++++++++++++ Besetzung: Bodek Janke (dr, perc); Philipp Bardenberg (b); Vitaliy Zolotov (guit) Mehr Infos unter: http://www.nicolassimion.com/ http://www.bodekjanke.de/

Tickets im VVK:
Sitzplatz 14,00 € (Ermäßigt 12,00 €)
Stehplatz 12,00 € (Ermäßigt 10,00 €)

Tickets an der Abendkasse: Jeweils zzgl. 2 Euro