BIX TOP ACT: THE TERENCE BLANCHARD E-COLLECTIVE - Lounge geschlossen
Do 30. Oktober 2014 | 20:30
BIX TOP ACT: THE TERENCE BLANCHARD E-COLLECTIVE - Lounge geschlossen

Aufgepasst: An diesem Abend wird das Terence Blanchard E-Collective ganz exklusiv einige Songs vom neuen, noch nicht veröffentlichten Album spielen! Terence Blanchard’s E-Collective lotet auf dem neuen Album die verschiedensten musikalischen Felder aus – inkl. Blues, R’n’B, Funk und Fusionjazz. Zusammengehalten wird diese ausgewählte Melange vom Jazz – als umfassende und zugrundeliegende Klammerung! Dabei geht die Band dem ungewöhnlichen und innovativen Ansatz nach, die traditionelle “Solist/ Begleitmusiker”-Markierung des Straight-Ahead-Jazz aufzugeben und anstelle dessen die Möglichkeiten einer kontinuierlichen Improvisation durch jedes Bandmitglied voll auszuschöpfen. Die individuellen Soli auf dem neuen Album sind zwar prominent, überdecken jedoch niemals den kollektiven Anspruch an die Musik. Erstmals wird die Band sich einer freien, ausgedehnten und improvisatorischen Methode widmen (ähnlich der “Bitches Brew”-Schaffensphase von Miles Davis) und nähert sich gleichzeitig einer eher groove-orientierten, vorstrukturierten Musik an. Die neu zusammengesetzte Band wird von einer blues-orientierten Rhythm-Section, bestehend aus Donald Ramsey (b) und Oscar Seaton (dr), unterstützt. Durch Charles Altura an der Gitarre und Fabian Almazan an den Tasten (keys, synths, p) wird der Musik ein relaxter, funkiger Groove hinzugefügt, der der Band ermöglicht, ein noch breiteres Publikum anzusprechen. Vielleicht ist es ein ganz besonderer Moment in Terence Blanchards Karriere, in dem es ihm gelingt, Jazz-Liebhaber zu Rhythm’n’Blues Fans zu machen und umgekehrt! Zudem wird er Songs seines aktuellen Albums "Magnetic" zum Besten geben! “I’ve always believed that in life, what you keep in your mind is what you draw to yourself.” Mit diesen Worten beschreibt der u.a. mit einem Grammy ausgezeichnete Terence Blanchard den Titel seines 20. Albums „Magnetic“. Das Werk umfasst eine erstaunliche Klangbreite und die verschiedensten Stiele, die darauf zu finden sind, werden allein durch die unwiderstehliche Kraft von Blanchards musikalischer Vision zusammengehalten. „Der Gedanke eines spirituellen Magnetismus‘ ist ein fundamentaler, konzeptueller Bestandteil der meisten Religionen“, so Blanchard. „Es geht immer darum, sich auf die Dinge zu konzentrieren, die Dein Leben heller machen, und sich im gleichen Moment damit zu beschäftigen, diese ‚Erhellung‘ an die Gemeinschaft zurückzugeben“. Durch sein Album „Magnetic“ und sein darauf zu hörendes, funkelndes Quintett, drückt Blanchard genau diesen Glauben aus. Auf seinem neuesten Werk bringt er dafür einige seiner ältesten, musikalischen Weggefährten, Brice Winston (sax) und Kendrick Scott (dr) mit dem fabelhaften Fabian Almazan (p), der bereits auf dem Album „Choices“ (2009) zu hören war, sowie mit dem erst 21-Jahre alten, hoch talentierten Joshua Crumbly (b) zusammen. Dieses instrumentelle Fundament wird durch ein Trio bemerkenswerter Special Guests ergänzt: Um den Meister-Bassisten Ron Carter, den Saxophonisten Ravi Coltrane sowie um den Gitarristen und Sänger Lionel Loueke. Eine intensive Zeit von zwei Jahren hat die Stammbesetzung um Blanchard gebraucht, um das Album mit all seinen Songs an den lang erwarteten, von allen abgesegneten und aufeinander abgestimmten Punkt zu bringen. Wie Blanchard beschreibt, so „hält das Projekt eine große Bandbreite musikalischer Ideen bereit, die nur dank des Engagements der anderen Bandmitglieder so ausgereift klingen.“ Die große Varianz der musikalischen Einflüsse und Wagnisse des Ensembles ist überwältigend – vom Bop im Song „Don’t Run“ zur fragilen Ballade „Jacob’s Ladder“ bis hin zum psychedelisch-elektronischen Sounddunst des Songs „Hallucinations“ oder hin zur eindringlichen Waghalsigkeit von „Another Step“. Zudem weitet Blanchard die instrumentelle Palette dieses Projekts aus, indem er auf elektronische Möglichkeiten zurückgreift und damit einen übersteuerten Sound (ähnlich einer E-Gitarre) erzeugt, der bspw. während des Bläser-Einsatzes im Stück „Pet Step Stitter’s Theme Song“ oder im atmosphärischen Song „Hallucinations“ vor sich hin zu brodeln scheint. Das Album „Magnetic“ markiert weiterhin Blanchards Rückkehr zum Label Blue Note Records, welches zuletzt sein erfolgreiches Album „A TALE OF GOD’s WILL“ (2007) veröffentlichte – wiederrum ein Memorienwerk in Gedenken an seine Heimatstadt New Orleans und in Erinnerung an dessen Zerstörung durch den Hurricane Katrina. Dieser emotionale Song-Zyklus ist nur eines von einer langen Liste an Projekten, denen sich Blanchard in den letzten Jahren gewidmet hat. Seit seiner ersten Komposition für Spike Lee’s 1990-er jazz-set-Film “Mo‘ Better Blues“ hat sich Blanchard zusätzlich als Film-Komponist einen Namen gemacht – zuletzt für das 2.-Weltkriegs-Drama „Red Tails“ von niemand Geringerem als vom Produzenten George Lucas. Diesen Ausnahme-Trompeter im BIX live zu erleben wird sicherlich eines der großen Highlights in dieser Herbstsaison!

“That trumpeter Terence Blanchard has one of the best bands in jazz is no secret.” WASHINGTON POST

“...seductively hip.” BBC

Line-Up: Terence Blanchard (tp); Charles Altura (guit), Fabian Almazan (p, keys), Donald Ramsey (b), Oscar Seaton (dr) 

Mehr Infos unter:

www.terenceblanchard.com

www.fabianalmazan.com

www.charlesaltura.com

Biografie: Terence Oliver Blanchard (* 13. März 1962 in New Orleans) Blanchard stammt aus einer musikalischen Familie (so war sein Vater Mitglied der Harlem Harmony Kings). Er erhielt eine umfassende klassische Ausbildung: Mit vier Jahren begann er mit Klavierunterricht, später schloss sich Trompetenunterricht und mit 15 Jahren Kompositionsunterricht im „New Orleans Center of Creative Arts“ an, wo er zwischen 1978 und 1980 auch von Ellis Marsalis unterrichtet wurde. Von 1980 bis 1982 spielte er in der Band von Lionel Hampton. Seit seiner Arbeit mit Art Blakeys Jazz Messengers von 1982 bis 1986 (als Nachfolger von Wynton Marsalis und deren musikalischer Leiter) gilt er als einer der führenden Trompeter. Ende der 1980er Jahre hatte er ein eigenes Quartett mit dem Blakey-Sideman und Alt-Saxofonisten Donald Harrison (Alben Black Pearl, Crystal Stair). Sie nahmen u. a. 1986 Eric Dolphy/Booker Little Remembered, Vol. 1, 2 auf mit derselben Rhythmusgruppe wie diese (Mal Waldron, Richard Davis, Ed Blackwell). 1993 erschien sein Album The Billie Holiday Songbook, 1999 Wandering Moon mit Branford Marsalis, Dave Holland. Für das letztere Album wurde er von Down-Beat-Lesern zum Künstler und Trompeter des Jahres gewählt. Mit dem Brasilianer Ivan Lins nahm er 1996 The Heart Speaks auf (Grammy-Nominierung für „Best Latin Jazz Performance“). Blanchard schrieb die Filmmusik zu mehreren Filmen von Spike Lee, zu Jungle Fever (1991), Malcolm X (1992), Summer of Sam (1999) und Inside Man (2006). Bereits seit 1987 spielte er in Bill Lees Soundtrack für Spike-Lee-Filme wie Do the Right Thing (1998) oder Mo' Better Blues (1990) (das ihm eine Grammy-Nominierung einbrachte) und in dessen Dokumentar-Film When the Levees broke (2006) über die Katastrophe seiner Heimatstadt New Orleans im Hurrikan Katrina, in dem er auch auftritt. Weiter komponierte er auch die Musik für die Filme Original Sin (Regie Michael Christofer, 2000), Glitter (mit Mariah Carey, 2001), Im inneren Kreis (Regie Daniel Algrant, 2001) und für Gia – Preis der Schönheit (1998). Er war auch am Soundtrack zum Animationsfilm Küss den Frosch (2009) beteiligt. 2010 erhielt er den Grammy in der Kategorie Best Jazz Instrumental Solo Performance für seinen Titel „Dancin' 4 Chicken“. Er ist zurzeit künstlerischer Leiter des Thelonious Monk Institute of Jazz an der University of Southern California. Quelle: Wikipedia

Fotocredit: Jenny Bagert



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