BIX TOP ACT: Joey DeFrancesco Trio
Sa 9. April 2016 | 21:00
BIX TOP ACT: Joey DeFrancesco Trio

Der wohl größte Organist des heutigen US-Jazz kommt endlich mit neuer CD & Band nach Stuttgart. Joey DeFrancesco, 1971 geboren, ist seit Jahren der Inbegriff des totalen Hammond-Musikers, «ersetzt» dank seiner Fußarbeit jeden Bassisten und spielt gleichzeitig zur Hammond noch Trompete. Keiner verkörpert so genial wie Joey das musikalische Erbe von Jimmy Smith.

Als Joey DeFrancescos in den 80er Jahren die internationale Bühne betrat, kam das einer musikalischen Renaissance gleich.

Orgeljazz war durch die Einführung von ultra-leichten High-Tech-Keyboards gerade in eine Art „Winterschlaf“ gefallen und auf dem besten Weg, komplett verdrängt zu werden. Joey ist es zu verdanken, dass der Hammond Sound seitdem wieder auflebte.

 

Wenn man Joey nach seiner Kindheit fragt, erzählt er von seinen frühesten Erinnerungen: Die gehen zurück, als er vier Jahre alt war und bereits Jazzmelodien seines Vaters John DeFrancesco spielte. Papa John, selbst Jazzorganist, nahm Joey unter seine Fittiche und sorgte dafür, dass sich Joeys musikalischen Fähigkeiten rapide entwickeln konnten, indem er ihn bspw. mit zu seinen eigenen Gigs nahm.

Also verbrachte Joey die prägende Zeit zusammen mit legendären Musikern wie Hank Mobley oder Philly Joe Jones, die auch schon bald auf den kleinen aufgeweckten DeFrancesco aufmerksam wurden.

Joeys Großvater und Namensgeber – Joseph DeFrancesco – war selbst ein begnadeter Musiker und in der Lage, ein neues Instrument zu erlernen und sich dabei alles selbst beizubringen. Diese Gabe wurde offensichtlich an seinen Enkel weitergegeben und drückte sich bereits in jungen Jahren in Joeys außergewöhnlichen Fähigkeiten sowohl am Keyboard, an der Orgel als auch an der Trompete aus.

Joeys Leidenschaft für die Trompete begann, nachdem er mit dem großen Miles Davis auf Tour gegangen war. Als Miles als Gast im Fernsehsender von Philadelphia auftrat, war Joey gerade Mitglied der Studioband. Miles bat im Anschluss an den gemeinsamen Auftritt um den direkten Kontakt des Organisten und so wurde Joey einer der beiden jüngsten Musiker, die jemals in Miles Band anheuerten (der andere war Tony Williams). Noch Jahre später ergänzte Joey seine eigenen Jazzorgelsounds um mitreissende Trompeteneinlagen, deren Melodien ganz deutlich von seinem früheren “Arbeitgeber” Miles Davis beeinflusst sind.

Am Anfang seiner Karriere stand die Unterzeichnung des exklusiven Plattenvertrages bei Columbia Records, die in einer Serie von erfolgreichen Alben und CDs mündete und Joeys Bekanntheit weiter und weiter steigerte.

Das Portfolio an Weltklasse-Musikern, mit denen Joey seitdem zusammenspielte, erstaunte die gesamte Musikbranche. Das Phänomen – bekannt als Joey DeFrancesco – war in der Jazzszene international bekannt und kam ihm zugute, als er mit seinem eigenen Quartett und später Trio auf Tour ging. Wer hätte damals gedacht, das aus dem Trio zusammen mit dem Gitarristen Paul Bollenback und dem Drummer Byron ‘Wookie’ Landrum am Ende das am längsten existierende Orgeltrio unserer Zeit werden würde?

Die Liste der etablierten Musikern, die mit Joey gemeinsam auftraten, wurde immer länger: Mit 22 Jahren wurde Joey vom Gitarristen John McLaughlin eingeladen, die Gruppe “Free Spirits” zu ergänzen.

Mit der Band ging Joey dann vier Jahre auf Tour … und Joeys Renommé wuchs und wuchs.

Heutzutage kann Joey auf ein Dutzend Welttourneen zurückblicken. Ebenso auf Studioaufnahmen mit seinem eigenen Trio als auch in Allstar-Besetzungen wie bspw. gemeinsam mit Ray Charles, Bette Midler, David Sanborn, Arturo Sandoval, Frank Wess, Benny Golson, George Coleman, James Moody, Steve Gadd, Elvin Jones, Jimmy Cobb, George Benson, John Scofield, Joe Lovano, Larry Coryell und Bobby Hutcherson und vielen weiteren mehr.

Inzwischen kann Joey auch drei Grammy Nominierungen vorweisen, genauso wie die zahlreichen Down Beat Magazine Kritiker- und Leser-Umfragen, die er mehrmals gewann.

Auch heute noch ist Joey mit seiner eigenen Gruppe unterwegs und tritt mit verschiedenen All-Star-Projekten in den größten Jazzclubs und bei den berühmtesten internationalen Jazzfestivals auf. 

Mit mittlerweile mehr als 30 eigenen Aufnahmen und unzähligen Kollaborationen mit anderen Meistern des Modern Jazz kann man Joey DeFrancesco getrost in einem Atemzug mit Weltklasse-Jazzorganisten wie Fats Waller, Wild Bill Davis und Jimmy Smith nennen.

 

Line-Up: Joey DeFrancesco (org); Dan Wilson (guit); Jason Brown (dr)

 

Pressestimmen:

 

“…ranging from sublime to positively pyrotechnic… the best B3 player on the planet” - Jazz Times

 

“Mr. DeFrancesco is a deeply authoritative musician, a master of rhythmic pocket, and of the custom of stomping bass lines beneath chords and riffs.” - New York Times

 

“No organist today plays with the skill, harmonic depth, and authority of this phenomenon from Philly.” - Jazz Police

 

"DeFrancesco's consummate mastery of his chosen instrument should really be seen as well as heard to be thoroughly appreciated." - All About Jazz (Jack Bowers)

 



Tickets im VVK:
Sitzplatz 30,00 € (Ermäßigt 26,00 €)
Stehplatz 22,00 € (Ermäßigt 18,00 €)

Tickets an der Abendkasse: Jeweils zzgl. 2 Euro