Die Tour zur aktuellen CD „Fear & Faith" (VÖ.22.02.2013 / Jazzhaus Records)!
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Die Sängerin Cécile Verny und ihre Band haben in den vergangenen zwei Jahren die Zeit "on the road" genutzt, um zwischen Clubs-Auftritten und Festivals in Hotelzimmern spontan und ohne einschränkende Vorgabe zu jammen und im eigentlichen Sinne des Wortes herumzuspielen. Aus den so, mit minimaler Instrumentierung, gefundenen Stücken entwickelte die Band ein ansteckend frisches und grooviges Programm, das nun in einer größeren, vielfältigen Instrumentierung auf der nunmehr achten CD des CVQ wie auf der Bühne zu hören ist.
In den jung und teils aggressiv anmutenden Songs betrachtet Cécile Verny sich und ihre Umwelt und artikuliert hart, eindringlich und zugleich empfindsam ihre Gefühle und Gedanken. „ ... Angst und Glaube gehören dazu" – so die Ausnahmesängerin.
Die Musik - entstanden auf Bühnen, in Hotelzimmern und irgendwo dazwischen - belegt die Entwicklungsmöglichkeiten einer Band, wenn Stücke mal unter anderen Bedingungen entstehen!
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Lineup:
Cécile Verny - vocal
Bernd Heitzler -basses
Andreas Erchinger - piano & keyboards
Lars Binder - drums & percussion
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Mehr Infos unter: www.cvq.de
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Band-Bio:
Das Phänomen Cécile Verny erklären zu wollen, hieße Saxofone (oder besser vielleicht Mikrofone)
nach Harlem zu tragen. Außergewöhnlich, facettenreich, charismatisch, charmant, gefragt,
beliebt, bienenfleißig: Attribute wie diese skizzieren samt und sonders die Sängerin mit französisch-
afrikanischen Wurzeln und langjährigem Wohnsitz in Freiburg. Doch Cécile Verny ist mehr
als nur das. Ihr und ihrem Quartett mit Bassist Bernd Heitzler, Pianist Andreas Erchinger und
Drummer Lars Binder hat es noch nie genügt, sich auf den Lorbeeren von sieben von Kritik wie
Publikum gefeierten CDs, von unzähligen umjubelten Konzerten in Deutschland, Europa und
Übersee auszuruhen, ein vermeintliches Erfolgsrezept einfach nur routiniert zu konservieren.
„Wir sind eine Band, die sich ständig weiterentwickeln möchte", umreißt die Sängerin die Grundeinstellung
des CVQ.
Gerade deshalb ist „Fear & Faith" ein ganz besonderes Album. Ein Meilenstein in der Geschichte
jenes Ensembles, das ihrer Namensgeberin seit über 20 Jahren das perfekte instrumentale
Outfit liefert. Vom ersten Gedanken bis zum letzten eingespielten Ton ein echtes Gemeinschaftswerk.
„Da wir ziemlich häufig auf Tour sind, haben wir aus der Zeitnot eine Tugend gemacht",
schildert Cécile Verny den Beginn des Arbeitsprozesses im September 2011. „Anstatt in
den Pausen oder während der Off-Days rumzuhängen, verabredeten wir uns in unseren Hotelzimmern
zum Jammen. Andreas hatte ein Keyboard dabei, Lars trommelte auf einem Telefonbuch
oder was gerade herumlag und Bernd packte seine akustische Bassgitarre aus. Jeder
steuerte einen Lick oder eine Phrase, eine Melodie, manchmal auch einen Rhythmus bei, dabei
lief immer ein Aufnahmegerät. Später haben wir das Material gemeinsam gesichtet. Einiges flog
raus, anderes gefiel uns, also haben wir es weiterbearbeitet."
Ein Ideenwettbewerb, wie er häufig auch im Pop- und Rockbereich
stattfindet. So entsteht und reift Musik. Basisdemokratie im besten
Wortsinn, mühevoll, aber schlussendlich ertragreich.
Folgerichtig tauchen bei den letztlich ausgewählten zwölf Songs von
„Fear & Faith" auch alle Mitglieder des Cécile Verny Quartets in
unterschiedlichsten Kombinationen als Autoren auf.
Dass die CD trotz ihrer Vorgeschichte nicht den vielleicht
naheliegenden Titel „The Hotelroom-Sessions" erhielt, lag auch an Nils
Wülker. Den Trompeter, der den Seiltanz zwischen Anspruch und
Popularität, zwischen Jazz und Pop in Deutschland wie kaum ein
anderer beherrscht, trafen die Vier erstmals beim Hamburger Elbjazz-
Festival. „Wir fanden auf Anhieb einen Draht zueinander und stellten
fest, dass wir in vielen musikalischen Fragen ähnlich ticken." Das CVQ lud Wülker als Produzent
Anfang Oktober 2012 in die Frattoria Musica nach Osnabrück ein, einem der modernsten und
klangschönsten Studios Deutschlands. In der entspannten, konzentrierten Atmosphäre des alten
Bauernhofes bekamen die Kompositionen mit Hilfe von Tonmeister Manfred Faust ihre endgültige
Form. Das Resultat: Das Cécile Verny Quartet erfindet sich zwar nicht zwangsläufig neu (warum
auch?), geht aber einen großen Schritt nach vorne. „Jazz, ganz klar, weiterhin sehr variabel,
aber diesmal aus einem Guss", sagt Cécile Verny. „Wir wollten weg von dem alten Schema, mal
ein Swing-, mal ein Latinstück, mal eine Ballade, immer alles reinpacken. Diesmal ist das völlig
anders. In drei Stücken spielt das Solo zum Beispiel überhaupt keine Rolle." Dafür bedient Andreas
Erchinger manchmal die Orgel, Bernd Heitzler die Bassgitarre, es dominieren Groove,
wunderschöne Melodien und betörende Lyrics und eine klare Hinwendung zur klassischen
Songstruktur. „Nils hat uns geholfen, auf dem Pfad zu bleiben", hebt Cécile Verny die Rolle des Produzenten hervor, der auf „ . . . Car Désespérée" sogar mit ein paar Tönen zu hören ist.
„Wir alle werden älter, meine Kinder werden größer, Freunde trennen sich, Bekannte sterben.
Auch davon handeln viele Texte, denn ich kann nicht in dieser Welt leben, ohne darüber zu reflektieren.
Angst und Glaube gehören einfach dazu." Folglich passt auch der Albumtitel, „Fear &
Faith" der für die Vokalistin einen „spirituellen Charakter" besitzt. Das überzeugende Reifezeugnis
einer hinreißenden Band und einer bemerkenswerten Sängerin.
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Fotocredit: Ellen Schmaus