Die Nachtschwärmer-Konzerte verbinden den Jazzclub BIX mit den Stuttgarter Philharmonikern. Hier geht es um komponierte und improvisierte Musik, Musik für klassisches Sinfonieorchester oder Jazztrio, für Streichquartett und Jazzquartett.
Das Gustav-Siegle-Haus öffnet ab 18:00 Uhr seine Pforten. Die BIX-Gastronomie bietet Getränke und kleine Speisen an, eine Jazzformation empfängt die Gäste ab 19:30 Uhr im Foyer des Siegle-Hauses, ehe es um 20:30 Uhr mit den Stuttgarter Philharmonikern weitergeht im großen Saal. Zur Late-Night geht es später wieder, in lockerer Jazzclub-Atmosphäre, mit Live-Musik im BIX in die letzte Runde.
18:00 Uhr: Einlass & Gastronomie im BIX Jazzclub
19:30 Uhr: LiveJazz im Foyer des Gustav-Siegle-Hauses
20:30 Uhr: Großer Saal Gustav-Siegle-Haus
• CHEN
Mizzle
• HIGDON
Blue Cathedral
• POULENC
Konzert für zwei Klaviere
Besetzung: Andreas Grau, Götz Schumacher (p); Stuttgarter Philharmoniker; Mario Venzago (Ltg)
Im Anschluss Late-Night im BIX Jazzclub
Als Entrée für den späten Teil wird die vierhändige Sonate von Francis Poulenc als Quartettversion interpretiert.
Als Hauptwerk wird es dann eine besondere Fassung von Igor Strawinskys „Le Sacre Du Printemps“ geben, die von dem Klavierduo Grau/Schuhmacher am Bix-Steinway gemeinsam mit Bass und Drumset interpretiert wird. Diese Fassung ist an der Originalkomposition orientiert aber wird zeitweise auch viel Freiraum für Improvisationen lassen.
Das berühmte Klavierduo Grau/Schuhmacher wird von diesen zwei renommierten Künstlern begleitet:
Jakob Krupp ist ein hochtalentierter Kontrabassist in den Bereichen Klassik, Jazz und Neue Musik. Sein grenzüberschreitendes musikalisches Schaffen führte ihn in Konzertsäle wie die Elbphilharmonie Hamburg, die Berliner Philharmonie und den Wiener Musikverein. Als Gast war er bei Festivals wie den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik, den Berliner Festspielen oder den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern zu hören. Höhepunkte seiner Karriere waren Konzerte als Jazz-Solist mit dem Staatsorchester Saarbrücken, den Dortmunder Philharmonikern und den Münchner Symphonikern. Während seines Studiums wurde er Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie, wo er mit Dirigenten wie Jonathan Nott, Ingo Metzmacher und Sylvain Cambreling zusammenarbeitete. 2019 wirkte er als Kontrabassist im Philharmonischen Staatsorchester Mainz, momentan ist er kooperatives Mitglied des Ensemble Reflektor. Im Bereich Jazz konnte Jakob Krupp sich bereits im jungen Alter profilieren. Er ist mehrfacher Preisträger bei „jugend jazzt“ und gewann den Konzertpreis der Jazztage Dresden. Seither wird er deutschlandweit in Jazzclubs und zu Festivals eingeladen und teilt sich die Bühne mit Künstlern wie Tony Lakatos, Christof Lauer und Libor Šima. Als Absolvent der Internationalen Ensemble Modern Akademie ist Jakob Krupp sowohl als Ensemblemusiker als auch als Solist ein hochgeschätzter Interpret zeitgenössischer Musik, wie beispielsweise in Projekten mit dem Ensemble Modern, Rimini Protokoll, dem Klangforum Heidelberg und dem Orchester im Treppenhaus. Er arbeitet mit Komponistinnen und Komponisten wie Brian Ferneyhough, Rebecca Saunders und Heiner Goebbels zusammen und wirkt bei zahlreichen Uraufführungen mit. 2022 war er Residenz-Künstler der Stiftung Bauhaus Dessau.
Schlagzeuger Obi Jenne hat durch seine besondere Bühnenpräsenz, sein brillantes technisches Können und sein Gespür für das Zusammenführen der unterschiedlichen Genres internationale Aufmerksamkeit erlangt. Konzertreisen führen ihn in die größten Konzertsäle aller Kontinente wie die Royal Albert Hall in London, das Concertgebouw in Amsterdam, das KKL Luzern, das Teatro Romano di Verona, das NCPA Mumbai und alle großen Philharmonien Deutschlands sowie zu internationalen Festivals wie die Jazz Open Stuttgart. Obi Jenne hat knapp 100 Tonträgern eingespielt und ist Preisträger des ICMA und der deutschen Schallplattenkritik. Er ist Leiter des Stuttgart Jazz Orchestra, der Porsche Big Band, Band in the Bix und der Kultband Soul Diamonds. Er konzertierte mit Dee Dee Bridgewater, Helen Schneider, Lang Lang, Art Farmer, Jimmy Woode, Benny Golson, Ack van Rooyen, Chuck Berry, Imaani Saleen, Pointer Sisters, Les McCann, Cécile Verny, Klaus Graf, Olaf Polziehn, David Gazarov, Bill Ramsey, Kenny Wheeler, Katie Melua, Till Brönner, Chaka Khan, Roby und Tony Lakatos. Jenne ist der Drummer bei den „German Jazz Masters“ mit Klaus Doldinger, Wolfgang Dauner, Manfred Schoof und Wolfgang Schmid.
Geboren in Heidelberg und seit frühester Kindheit von Jazz und Klassik inspiriert, begann Jenne, mit 17 Jahren an der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen klassisches Schlagzeug zu studieren. Erste Stationen waren Produktionen mit nahezu allen Rundfunk-Sinfonieorchestern Deutschlands, dem Ensemble Modern und den German Brass. Er war als Schlagzeuger im Orchester des Nationaltheaters Mannheim und als Akademist der Berliner Philharmonikern tätig. Obi Jennes frühes Interesse für Jazz- und Groove-Musik ist vor allem mit dem Ereignis verknüpft, als er als Zwölfjähriger an einem Meisterkurs mit Drummer-Legende Elvin Jones teilnahm. Dieses unbeschreibliche Erlebnis mit diesem Ausnahmemusiker hat ihn bis heute geprägt: das interaktive Spiel in einer Band ist für Jenne die höchste musikalische Erfüllung.
Besetzung: Andreas Grau & Götz Schuhmacher (p); Jakob Krupp (b); Obi Jenne (dr)
Foto: © Alberto Venzago
