Die Nachtschwärmer-Konzerte verbinden den Jazzclub BIX mit den Stuttgarter Philharmonikern. Hier geht es um komponierte und improvisierte Musik, Musik für klassisches Sinfonieorchester oder Jazztrio, für Streichquartett und Jazzquartett.
Das Gustav-Siegle-Haus öffnet ab 18:00 Uhr seine Pforten. Die BIX-Gastronomie bietet Getränke und kleine Speisen an, eine Jazzformation empfängt die Gäste ab 19:30 Uhr im Foyer des Siegle-Hauses, ehe es um 20:30 Uhr mit den Stuttgarter Philharmonikern weitergeht im großen Saal. Zur Late-Night geht es später wieder, in lockerer Jazzclub-Atmosphäre, mit Live-Musik im BIX in die letzte Runde.
• 18:00 Uhr: Einlass & Gastronomie im BIX Jazzclub
• 19:30 Uhr: LiveJazz im Foyer des Gustav-Siegle-Hauses
• 20:30 Uhr: Großer Saal Gustav-Siegle-Haus
BRAHMS Sinfonie Nr. 1
Besetzung: Stuttgarter Philharmoniker; Gabriel Feltz (Ltg)
BIX LATE NIGHT — Band in the Bix „the art of the trio" feat. Olaf Polziehn
Die 1. Sinfonie von Johannes Brahms, mit der der Komponist die letzte Beethovens huldigt, ist als traditionell klassisch angelegt aber gleichsam als Beginn der Romantik einzuordnen.
Wenn man die Geschichte des Jazz betrachtet, die harmonisch die gleiche Entwicklung wie die Klassik nimmt, jedoch später und dann auch schneller, sind wir hier etwa 70 Jahre später in den 1950er Jahren. In dieser Zeit war neben den den Big Bands und großen Solisten an Trompete, Saxophon, Klarinette, Posaune und Gesang ein Instrument immer mehr in den Focus gerückt: das Piano und das als Melodieinstrument der sogenannten Rhythmsection mit Kontrabass und Schlagzeug. Längst waren Weltklasse-Pianisten wie Eroll Garner, Art Tatum, Ahmad Jamal und der unvergleichliche Oscar Peterson in der Mitte des Geschehens und hielten Einzug in die Konzertsäle der Welt. Fast alle dieser Pianisten waren stark von der klassischen Musik inspiriert und nicht zuletzt von atemberaubendem pianistischen Können geprägt.
Aus dem unerschöpflichen Fundus von den Gründungsvätern George Gershwin, Duke Ellington, Kurt Weill und Cole Porter haben die drei Künstler ein spannendes Programm zusammengestellt und werden ihr Publikum mit besonderen Arrangements und dem einzigartigen „Band in the BIX“-Sound in ihren Bann ziehen.
So ist „Band in the BIX“ - Pianist Olaf Polziehn in der Tradition des Jazz verhaftet und sieht sich als jemand, der die Einflüsse der ersten großen Jazzmusikergeneration stets in sich trägt und sich damit beschäftigt. Er ist einer der bedeutendsten europäischen Pianisten, die credits seiner regelmäßigen Zusammenarbeiten lesen sich beeindruckend: Till Brönner, Patti Austin, Take 6, die SWR Big Band zeugen ebenso von seiner Vielseitigkeit wie auch seine bemerkenswerten Trioaufnahmen.
Jean-Philippe Wadle steht für einzigartig swingenden Bass und er ist omnipräsent. Seine Energie, sein Karma, seine Verve sind selbst dann spürbar, wenn man den Bassisten nicht bewusst wahrnimmt. Wadle ist mit Musikergrößen wie Wolfgang Haffner, Lalo Schifrin, Emil Mangelsdorff und der HR Big Band unterwegs.
„Band in the BIX“ - Gründer und Drummer Obi Jenne ist seit jeher ein großer Anhänger des Klaviertrios.
Er tourte bereits in den 1990er Jahren mit seinem Obi Jenne Trio durch Europa, ist mit dem David Gazarov Trio als Grenzgänger zwischen Bach und Jazz sowie seit vielen Jahren mit dem Frank Dupree Trio weltweit unterwegs.
Er ist immer neugierig, auf der Suche nach besonderen Programmen, Eintauchen in verschiedene Welten des Jazz aber auch musikalische Querverbindungen zu anderen Musikformen. Er ist als einer der erfolgreichsten Live-Drummer Deutschlands auf den Bühnen der Welt zuhause und verfolgt sein besonderes Anliegen des „Nicht-Vorhandenseins“ von Grenzen jeglicher Art, das vor allen Dingen mit großer Verantwortung gegenüber den Traditionen möglich ist.
Besetzung: Olaf Polziehn (p); Jean-Philippe Wadle (b); Obi Jenne (dr)
Foto: © Marko Djokovic
